Sankt Aegidius Hirschau

Neues aus der Gemeinde

Hier wollen wir in loser Folge über Neues aus dem reichhaltigen Gemeindeleben von St. Ägidius Hirschau berichten.

72-h-Aktion: Uns schickt der Himmel

Am Donnerstag, den 13.Juni 2013, war es endlich soweit: Nach langen Wochen des Wartens startete endlich die 72-Stunden-Aktion und wir Ministranten aus Hirschau waren mit dabei! Die 72-Stunden-Aktion ist eine Sozialaktion, die vom Bund der Katholischen Jugend organisiert wird und das Ziel hat, ein soziales Projekt innerhalb von 72 Stunden durch ehrenamtliches Engagement zu verwirklichen. Bei der feierlichen Eröffnung der Aktion in Tübingen erhielten wir von unserer Projektpatin Marianne Deutschle unsere Aufgabe, an der wir uns die kommenden 72 Stunden bewähren durften. Die Renovierung des Vorstadttheaters Tübingen lag von da an in unseren Händen. Außerdem sollten wir zur Neueinweihung des Theaters einen kleinen Film drehen- mit uns als Darstellern! Während sich die einen fleißig daran machten, Fenster abzukleben, Türen abzudecken und das Theater von außen mit einem schönen Blau zu streichen, widmete sich eine andere Gruppe dem Filmdreh. Bereits am Samstagabend konnten die Malerarbeiten zur vollen Zufriedenheit aller beendet werden. Auch der Film -eine Kriminalgeschichte rund um die 72-Stunden-Aktion mit dem Vorstadttheater als „Tatort“- wurde rechtzeitig beendet. Am Sonntagnachmittag war dann der große Moment gekommen: das Vorstadttheater wurde in Anwesenheit unserer Familien und Freunde eingeweiht und auch unser Film feierte seine Premiere!
Ganz herzlich bedanken wir uns für die freundliche Unterstützung bei der Metzgerei Kindersberger, der Bäckerei Schmid GmbH, der Hummelwiese und dem real-Markt. Ein ganz besonderer Dank gilt allen engagierten Eltern, unserer Projektpatin Frau Deutschle und natürlich allen Minis!  Dank euch haben wir unser Projekt tatsächlich innerhalb von 72 Stunden meistern können und nebenbei auch noch eine ganze Menge Spaß gehabt!!
Antonia Pinheiro, Theresa Rieker und Annika Laupp für die Ministranten Hirschau
 

Gemeindeversammlung am 6. Juni 2013

Am 6. Juni 2013 fand im Gemeindehaus St. Urban eine Gemeindeversammlung statt. Stand des Dialogprozesses und die anstehenden Änderungen in der Zusammenarbeit der Gemeinden der Seelsorgeeinheit Tübingen sowie die neue wochenendliche Gottesdienstordnung stand im Mittelpunkt der engagierten Diskussionen. Kritisch sahen einige Gemeindemitglieder die aus ihrer Sicht nicht ausreichenden Bemühungen der Diözesanleitung bestehende Missstände wie die Stellung der Frau in der Kirche, die priesterliche Zölibatsverpflichtung oder das Problem der wiederverheirateten Geschiedenen nachhaltig anzugehen.
Beeindruckend für eine so kleine Gemeinde wie St. Ägidius war der Rück- und Ausblick auf vielerlei Initiativen, bei denen für jeden etwas dabei ist: Die Verantwortlichen freuen sich über jede & jeden, der mitgehen will auf diesen Wegen.
Die Unterlage der Gemeindeversammlung kann im Pfarrbüro eingesehen oder abgeholt werden. Auch per E-Mail kann sie zur Verfügung gestellt werden.

St.-Urbans-Fest 2013

Liebe Hirschauerinnen und Hirschauer,
am Samstag, den 18. Mai, fand – bei bestem Wetter – das zweite Hirschauer St. Urbans-fest statt. Die lange Hirschauer Weinbautradition sollte wieder mit einer Weinbergseg-nung unter den Segen Gottes gestellt werden und die Hirschauer Weine im Rahmen einer Weinprobe auch zur Verkostung angeboten werden.
Bei strahlendem Sonnenschein und zahlreicher Beteiligung wurde gegen 16.30 Uhr am Kreuz am Wasserreservoir von Pfarrer Dr. Alois Krist die Weinbergsegnung durchge-führt. Ab 18.00 Uhr begann dann unter freien Himmel am Kirchplatz hinter der Kirche die eigentliche Weinprobe. Richard Müller stellte in bewährt kompetenter und unter-haltsamer Weise sechs Weine vor, die ausführlich verkostet werden konnten. Die ca. 80 Gäste konnten aber nicht nur die Weine probieren, sondern bekamen auch einen schmackhaften Imbiss serviert. Unterbrochen wurde die Weinprobe durch eine begeis-ternde Aufführung der Hirschauer Theatergruppe, die Sketche von Loriot zum Besten gab. Schließlich wurde in diesem Jahr erstmals ein Kinderprogramm während der Weinprobe angeboten, um jungen Familien mit kleinen Kindern die Teilnahme zu er-möglichen. Der Abend klang in schöner Atmosphäre im Kerzenschein aus.
An dieser Stelle sei für dieses rundum gelungene Fest allen Helferinnen und Helfern nochmals herzlich gedankt, insbesondere Pfarrer Krist für die Weinbergsegnung, den Wengertern, dass sie ihre Weine zur Verfügung gestellt haben, Richard Müller für die Moderation der Weinprobe, der Hirschauer Theatergruppe für ihren tollen Auftritt, aber auch den vielen anderen, die schon im Vorfeld mitgeplant und organisiert haben, die zum Fest für Speis und Trank gesorgt haben, die das Kinderprogramm durchgeführt haben, die ausgeschenkt haben, die für einen reibungslosen Ablauf geholfen haben und schließlich diejenigen, die auf- und abgebaut haben. Ohne deren tatkräftige Unterstützung könnte ein solches Fest nicht stattfinden. Der Dank gilt nicht zuletzt auch den Gästen, die mit Freude dabei waren und bereits nach einer Wiederholung im nächsten Jahr gerufen haben...
Kirchengemeinde St. Ägidius – Ralf Lutz  
 

Sternsingeraktion 2013

Die Sternsinger konnten dieses Jahr einen Betrag von 4.167,14 € sammeln. Wir freuen uns sehr über diesen hohen Spendenbetrag, mit dem es vielen armen Kindern in Bangladesch möglich wird, eine Schule zu besuchen. Wir freuen uns aber auch über die Mitwirkung und das Engagement von insgesamt fünf Sternsingergruppen in Hirschau, dies waren 24 Kinder und Jugendliche, die mit Freude die Botschaft von Christi Geburt - und damit den Segen in die Wohnungen - gebracht haben. Ganz herzlich wollen wir uns deshalb bei den Sternsingerinnen und Sternsingern für ihren großartigen Einsatz bedanken!
Wir bedanken uns aber auch bei allen Helferinnen und Helfern, bei allen Begleiterinnen und Begleitern und bei allen, die die Sternsinger aufgenommen und für Kinder in Not gespendet haben!

Fronleichnamsprozession und Blumenteppiche

Auch dieses Jahr wieder waren die Stationen der Hirschauer Fronleichnamsprozession mit kunstvollen Blumenteppichen geschmückt. In mühseliger Arbeit sammelten Hirschauer Frauen und Kommunionskinder Blumen beziehungsweise Blütenblätter und legten sie zu kunstvollen Bildern zusammen - eine schöne Initiative, die seit Jahren von Dr. Radegunde Pfau geleitet wird. Belohnt wurde die Gemeinde durch wunderschönes Wetter während der festlichen Prozession, die vom Hirschauer Musikverein begleitet wurde.

Alte Tradition wiederbelebt                                

Schon im 14. Jahrhundert gab es in Hirschau eine Urbansbruderschaft: Der Heilige St. Urban als Schutzherr der Weingärtner hatte eine bedeutende Rolle für den Weinbau mit seinen Steillagen am Spitzberg. Dabei waren die Wengeter stets abhängig vom Wetter und baten den Heiligen Urban am 25. Mai, dem Urbanstag, mit einer Prozession zur Rebblüte um dessen Beistand.

Die St. Ägidiusgemeinde ließ nun diese schöne Tradition dieses Jahr wieder mit einem Gottesdienst zur Weinbergsegnung in den Weinbergen und anschließendem St. Urbansfest bei der St. Ägidiuskirche wieder aufleben. Dabei wurden bei einer gemeinsamen Weinverköstigung mehrere Hirschauer Weine und deren hervorragende Qualität von Wengeter Richard Müller gekonnt und kompetent vorgestellt.

Eine gelungene Veranstaltung, ermöglichte sie doch neben weinseliger Gemeinschaft auch eine Rückbesinnung auf den oft beschwerlichen Weinbau an den steilen Hängen des Spitzbergs, der Hirschau über Jahrhunderte prägte.

Fest für alle Engagierten in St. Ägidius am 11. Mai 2012

Mitten hinein in das Dunkel des Todes dürfen die Freunde Jesu die unfassbare Erfahrung machen: Jesus lebt! Diese großartige Wende vom Tod zum Leben, die wir an Ostern feiern, gilt auch uns heute. Wie damals die Jünger Jesu sind auch wir gemeinsam unterwegs. Auch wir machen miteinander immer wieder Ostererfahrungen, im fragend-zweifelnden Unterwegssein, im ehrlichen Austausch, im inneren Berührtwerden, in der bestärkenden Weggemeinschaft, …

Alle Ehrenamtlichen tragen dazu bei, dass wir eine solche Weggemeinschaft sind. Für das Mitgehen und Mittun aller Ehrenamtlichen wurde deshalb mit einem gemeinsamen Fest ein herzlicher Dank gesagt. Ein Gottesdienst im Kirchle fand seine Fortsetzung im Gemeindehaus beim gemeinsamen Abendessen und gemütlichen Beisammensein.

Ergebnisse aus der Gemeindeversammlung – Bericht aus dem KGR 

Die Ergebnisse der Gemeindeversammlung wurden auf der kurz darauf folgenden KGR-Klausur angesprochen und gebündelt. Insbesondere wurde auf der Gemeindeversammlung deutlich, dass es 2 Anliegen gab: zum einen war das Bedürfnis da, sich kritisch mit Kirchenpolitischem auseinander zu setzen, zum anderen gab es das Bedürfnis, unsere Kirchengemeinde in den Blick zu nehmen und voran zu bringen.

Beidem möchte der Kirchengemeinderat in der kommenden Zeit gerecht werden. Einige Anliegen wurden bereits abgearbeitet, andere werden wir als Kirchengemeinderat noch besprechen.

Besinnungstag zur Liturgie der Heiligen Messe

Pfarrer Krist referierte vormittags interessant und umfassend zu den Fragestellungen und Themen "Was genau ist eigentlich Liturgie?", "Welche Bedeutung und welche Inhalte stecken in ihr?", "Die Feier des Wortes Gottes – die Feier der Eucharistie". Nach gemeinsamen Mittagessen im Ratsstüble widmete sich der Kreis der eigenen Spiritualität "Wie und wo komme ich in der Liturgie vor?" und ging in St. Ägidius der Frage "Wie kann ich Kirchenraum erleben?" nach. Ein schöner und wahrhaft besinnungsreicher Tag endete mit einer Eucharistiefeier.

Kartage im Zeichen des Tuches

In Zusammenarbeit mit dem Pfarrer der Hochschulgemeinde Tübingen Bernd Hillebrand überlegte sich der Liturgieausschuss unserer Gemeinde, wie es gelingen könnte, die Zusammengehörigkeit der Tage von Gründonnerstag bis Ostersonntag als „triduum mortis“ stärker in den Vordergrund zu rücken.

Als durchgängiges Symbol, gleich einem „roten Faden“, der die Tage liturgisch verband, wurde das Tuch gewählt: Zu Beginn an Gründonnerstag als Altar-/Tischtuch des letzten Abendmahls, das nach Jesus Verhaftung und infolge der innerlicher Zerrissenheit der Jünger tatsächlich zerrissen wurde. Als persönliche Schweißtücher, die am Karfreitag mit dem Gekreuzigten verbanden, indem die Gottesdienstbesucher mit ihnen das auf den Altarstufen liegende Kruzifix bedeckten. Letztendlich als in der Osternacht sich in ein Grabtuch verwandeltes Symbol für den triumphalen Sieg des Lebens über den Tod.

 

Wir danken Hochschulpfarrer Hildebrand und den ihn begleitenden Studenten für die gemeinsam begangene Karwoche und die bewegenden Gottesdienste!     

Palmsonntagsprozession – Wenn schon, denn schon ...

Oft ist es schon angeregt worden: „Können wir nicht auch in Hirschau eine „richtige“ Prozession an Palmsonntag durchführen?“ In den vergangenen Jahren beschränkte sich die Prozession auf wenige Meter zwischen Gemeindehaus und Kirche.

Dieses Jahr startete die Gemeinde mit der Palmenweihe im Kirchle, der alt-ehrwürdigen Wallfahrtskapelle am östlichen Dorfrand (erbaut 1396). Die Kinder des Katholischen Kinderhauses St. Martin erklärten der Gemeinde, was es denn mit den Palmen und dem Palmsonntag genau auf sich hat. Ganz beeindruckt war die junge Generation, als Pfarrer Krist ergänzend erläuterte, Jesus wäre auf einem 1 ES (Eselsstärken)-Vehikel triumphierend in Jerusalem eingezogen - und dabei auf den aus der Zeit um 1500 stammenden Palmesel zeigte …

Dann bewegte sich eine singende und betende Prozession durch das ganze Dorf bis zur St. Ägidius-Kirche: „Hosianna – gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn!“

Unser Glauben im Gespräch

Zum neu gegründeten Hirschauer Glaubensgesprächsabend trafen sich einige neue und auch ein paar bekannte Gesichter - zu unserer Freude sowohl aus der katholischen als auch aus der evangelischen Gemeinde.

Bei diesem ersten Treffen sollte es um den zentralen Inhalt unseres Glaubens gehen, um Jesus Christus. Wir haben über die Begriffe Gottes- und Menschensohn nachgedacht und versucht, uns persönlich dem anzunähern, wer Jesus von Nazareth in unserem Leben ist und welchen Titel er für uns tragen könnte. Es ergab sich ein interessantes, tiefgehendes und bereicherndes Gespräch.

Wir freuen uns auf weitere Abende, an denen wir wieder gemeinsam über unseren Glauben sprechen und ihn miteinander teilen können. 

Ein herzliches Willkommen im Pfarramt für Frau Christine Geier

Frau Geier ist in unserer Gemeinde ja kein fremdes Gesicht, dennoch gebührt ihr in der neuen Funktion der Pfarramtssekretärin ein sehr herzliches Willkommen!

Wir sind froh, mit Frau Geier eine Person gefunden zu haben, die diesen sensiblen und wichtigen Dienst mit ihren ganz persönlichen Gaben füllen kann. Von Herzen wünschen wir ihr einen segensreichen Beginn ihrer Tätigkeit und freuen uns auf gute Zusammenarbeit! 

Pfarramtssekretärin Frau Erika Gräther geht in den Ruhestand – ein Abschied, der schwer fällt

Unsere Pfarramtssekretärin, Frau Erika Gräther, geht Ende dieses Monats in den Ruhestand. Dieser Ruhestand ist wohlverdient, dennoch fällt uns der Abschied schwer, weil wir mit Frau Gräther eine langjährige und wertvolle Mitarbeiterin verlieren.

Frau Gräther hat im März 1992 den Dienst im Pfarramt St. Ägidius begonnen. Unterbrochen von einigen Jahren Eltern- und Erziehungszeit blieb sie dem Pfarrbüro aber treu, und es sind nun insgesamt über 15 Jahre, in denen sie die Tätigkeit der Sekretärin im Pfarrbüro St. Ägidius ausfüllt. Wir danken Frau Gräther sehr herzlich dafür, dass sie sich in diesen vielen Jahren im Pfarrbüro stets mit offenen Ohren und einem weiten Herzen all der vielen Anliegen der Gemeinde- und Nichtgemeindemitglieder angenommen hat - und auch wir Hauptamtlichen konnten uns auf die gewissenhafte, loyale und kompetente Arbeit von Frau Gräther immer verlassen.

Für ihr segensreiches Wirken hier vor Ort, für den vielfältigen Dienst und Einsatz sagen wir im Namen der gesamten Kirchengemeinde ein ganz besonders herzliches Dankeschön!
Für die Zeit des Ruhestandes wünschen wir Frau Gräther zusammen mit ihrer Familie Gottes reichen Segen!

Gemeindeversammlung und Gemeindebefragung

Am Dienstag, 7. Februar 2012, fand um 18.30 Uhr eine Gemeindeversammlung in St- Ägidius statt.

Die Gemeindeversammlung sollte allen Gemeindemitgliedern die Möglichkeit geben, Themen, Fragen und Anliegen, die das Gemeindeleben von St- Ägidius betreffen, anzusprechen, gemeinsam zu diskutieren und  den weiteren Weg unserer Gemeinde zu bestimmen. Zur Vorbereitung wurde ein kurzer Fragebogen mit Fragen zusammengestellt, der die Chance zur Gestaltung des Abens bot.

Alle Ergebnisse der Fragebogen sowie der Arbeitsgruppen in der Gemeindeversammlung finden sich auf der folgenden Seite:

http://www.hirschau-sankt-aegidius.de/89-0-gemeindebefragung.html

 Über Ihre Anregungen und Beiträge freuen wir uns.

Gemeindewallfahrt ins Elsass 13.-15.10.2011

Am 13. Oktober bestiegen 27 Mitglieder der Gemeinde St. Ägidius in Hirschau den Bus, um sich im Elsass auf die Spuren der Taufe in ihrem Leben zu machen. Erste Station war das herrliche Straßburger Münster, das in erster Linie Schutz vor dem anhaltenden Regen bot. Eine Führung brachte Geschichte von Kirche und Land näher, denn dass das Elsass unter den wechselnden Staatszugehörigkeiten und Sprachen litt und lebte, prägt die Mentalität der Bewohner bis heute. Nach einem nassen Stadtrundgang und dem ersten französischen Kaffee ging es per Bus weiter auf den regenverhangenen Odilienberg (Mt. St. Odile), wo sich die Gruppe nach einer Stärkung in der Pilgergaststätte auf eine interessante Führung freuen konnte, in der auf sehr lebendige Art und Weise eine Elsässerin die Geschichte der Heiligen Odilia und die Bedeutung des Berges für die Region bis in die heutigen Tage nahebrachte. Bis heute halten die Elsässer den Berg heilig: Neben den zwei Millionen Pilgern und Besuchern gibt es seit 80 Jahren eine ewige Anbetung rund um die Uhr, die von v.a. Männern des Bistums im Wechsel jeweils für eine Woche im Jahr gehalten wird. In einer Kapelle feierten wir gemeinsam eine Messe, in der Pf. Krist insbesondere darauf einging, dass die blind geborene Hl. Odilia in der Taufe das Augenlicht erhalten haben soll und die Taufe auch unsere Augen für das Göttliche öffnen will.

Im Hotel in Colmar ließ es sich bei einem üppigen Nachtmahl und Elsässer Wein den Tag ausklingen und die Gemeinschaft erleben. Die Gemeinschaft der Kirche, in die uns die Taufe aufnimmt, war Thema des zweiten Tages: Notre Dame de Haut, die berühmte Kapelle von Ronchamp, einem in den 50er Jahren modernen Kirchenbau des Architekten Le Corbusier. Als die Schwierigkeiten mit dem Audioguide behoben waren, konnte sich jeder für sich dem Bau mit seinen vielen symbolträchtigen Details annähern. Eine Messe in der Kapelle erfüllte die Theorien mit Leben – die Taufe führt den Menschen auch in eine konkrete Gemeinschaft zusammen, Christsein ohne Kirche gibt es nicht, wie unser geistlicher Begleiter ins Gedächtnis rief. Dass sich einige Besucher spontan dem Gottesdienst angeschlossen hatten, unterstrich diesen Blickwinkel noch. Erfüllt, aber etwas ausgekühlt machte sich die Gruppe nun auf den Weg durch eine herrliche Berglandschaft zur früheren Benediktiner-Abtei Murbach. Diese ist ein Beispiel für die große religiöse Bedeutung der Klöster im Mittelalter, in einem sehr abgelegenen Tal mit einem herrlichen romanischen Münster mit zwei charakteristischen Türmen. Hinter den Türmen und dem Chor der Kirche wurde im 18. Jh. eine Wand hochgezogen und das Kirchenschiff abgerissen, um eine modernere Kirche zu bauen, die nie realisiert wurde. Nach dieser Oase der Ruhe ging es im Weinstädtchen Egisheim lebhafter, aber auch malerisch zu. Kleine Läden und Cafes luden zum Verweilen und Einkaufen ein, so manche Weinflasche wanderte danach in den Bus.

Der Abend im Hotel war wieder fröhlich, es wurde viel gesungen, was ein französisches Paar anzog, das seine Goldene Hochzeit mit zweiten Flitterwochen feierte. Die Hirschauer würdigten dies mit einigen deutschen und französischen Liedern.

Der Samstag führte ins Colmarer Museum Unterlinden, wo uns Pf. Krist den Blick für den Isenheimer Altar öffnete. Von Verkündigung über Kreuzigung und Auferstehung zeigt er die gesamte Bandbreite menschlichen und christlichen Lebens und Hoffens. Es blieb genug Zeit, um sich ganz in die tief bedeutsamen Bilder individuell zu versenken. Auf der Rückfahrt bot uns das Münster von Breisgau einen Raum für den letzten Gottesdienst mit einer Tauferneuerung. Noch einmal wurde das Geschenk der Taufe bewusst, symbolisch öffnete das Wasser des Odilienberges unsere Augen. Die Fahrt durch den herbstlichen Schwarzwald ließ sich so noch bewusster sehen, und der Titisee lud noch zu Kaffee und Schwarzwälder Kirschtorte. Voller Eindrücke von Architektur, Landschaft und Gemeinschaft ging diese schöne und bereichernde Gemeindewallfahrt zu Ende.

Einweihung des Kinderhaus St. Martin am 23. Oktober 2011

Nach einem vom Kinderhaus mitgestalteten Gottesdienst in St. Ägidius begann die feierliche Eröffnung in der Wehrstraße. Nach Grußworten und der Segnung des Kinderhauses gabt es Kaffee und Kuchen sowie Spielangebote für die Kinder.
Das Kinderhaus Sankt Martin in Tübingen-Hirschau wurde von der Architektenkammer Baden-Württemberg und dem Landkreis Tübingen in der Kategorie Öffentlicher Bau mit der Auszeichnung Beispielhaftes Bauen Landkreis Tübingen 2004-2011 gewürdigt. Die Auszeichnung gilt Bauherren und Architekten gleichermaßen.

Pfarrer Krist segnet das neue Kinderhaus

...und die Besucher waren sichtlich erfreut.

"Weiter sehen als wir sind" - Tag der katholischen Kirche Tübingen

 Mehr Informationen zu diesem Tag, an dem wir als katholische Kirche Tübingen gemeinsamen beteten, diskutierten, sangen, aßen und Eucharistie feierten, finden Sie hier:

http://sanktjohannes.de/150-0-tag-der-katholischen-kirche.html

20jähriges Bestehen des Besuchsdienstkreises

Mit einem Festgottesdienst feierte unsere Gemeinde am 4. Juli 2011 ihr 20jähriges Bestehen. Damals fanden sich 16 (heute 12) Frauen unter der Leitung von Doris Lorenz zusammen, um durch Geburtstags-, Kranken- und Adventsbesuche älteren Menschen die Verbindung zur Kirchengemeinde zu erhalten, auch wenn ihnen wegen gesundheitlicher Gebrechen kein Kirchgang mehr möglich ist. Jährlich besuchen sie 150 bis 170 Gemeindemitglieder, über die Jahre hinweg also über 3000 Begegnungen. Dafür dankte verlieh Frau Kern von den Caritaskonferenzen Deutschland den Gründungsmitgliedern Elisabeth Bäuerle, Traude Friedrich, Doris Lorenz und Elsa Schäuble das Elisabethenkreuz. Auch Pfarrer Alois Krist und Pastoralreferentin Gabriele Lutz danken ihnen herzlich für ihr Engagement, der Kirchengemeinderat lud zu einem Stehempfang.

Gemeinsame Klausurtagung der Kirchengemeinderäte aus St. Aegidius und St. Johannes 2011

Am 01. und 02. April trafen sich die Kirchengemeinderäte aus St. Aegidius und St. Johannes in Heiligenbronn zu einer gemeinsamen Klausur inmitten des frühlingshaften Schwarzwalds. Für die meisten Teilnehmer stand am Freitagabend wohl ein großes Fragezeichen, was sie in den nächsten gut 24 Stunden erwarten würde. Antworten gab es am Abend von Professor Hilberath, Professor für Dogmatische Theologie und Dogmengeschichte an der Katholischen Theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Er hielt einen äußerst spannenden Vortrag über die Gottesbilder des Zweiten Vatikanischen Konzils und deren Deutung. Es entspann sich eine lebhafte Diskussion über die Gedanken der Konzilsväter, ihre Absichten und Wünsche und die Umsetzung damals und heute. Schnell zeigte sich, dass der Gedanke einer lebendigen Kirche, einer Kirche, die von ihren Gemeindemitgliedern – ob aktiv oder passiv – lebt, einer Kirche, die nicht die Institution sondern die Menschen als Zentrum und Ziel sieht, vieles bereits in wenigen Jahren in Vergessenheit geraten ist. Die Erklärungen von Professor Hilberath machten Mut, sie zeigten, dass ein Sprengen der kirchlichen Korsette keine Illusion der Christen vor Ort ist, sondern bereits in den Jahren des Konzils vielen geistigen Führern eine Herzensangelegenheit war. 

Nachdem alle über die Worte zunächst eine Nacht geschlafen hatten, stand am Samstag die Konkretisierung des Gehörten an. Getrennt setzten sich die Kirchengemeinderäte nun zusammen, um zu diskutieren, wie in unseren Gemeinden selbst das Zusammenleben, die Ideen von der lebendigen Kirche umsetzen können. Bis zur nächsten Kirchengemeinderatssitzung, die am 27. Mai stattfand, konnten wir bereits einige Projekte verwirklichen: so gibt es jetzt in der Kirche St. Aegidius ein Fürbittbuch, in das jeder Kirchenbesucher seine ganz persönlichen Bitten eintragen kann. Diese Bitten sollen dann auch im Gottesdienst vorgetragen werden. Außerdem wird in der Kirche eine Wunschbox eingerichtet, um jedem die Möglichkeit zu geben, seine Anregungen zu Gehör zu bringen.

Im Sommer soll der neue Kindergarten bezogen werden. Dieses freudige Ereignis wollen wir auch zum Anlass nehmen, das Gemeindehaus etwas aufzufrischen und wieder ins Zentrum der Gemeinde Hirschau zu rücken. Es sollen dort in Zukunft regelmäßig Veranstaltungen stattfinden, offene Abende ebenso wie spirituelle Impulse, Feste wie Besinnungsangebote.

 Im Frühjahr 2012 soll ein Besinnungstag für die Gemeindemitglieder angeboten werden. Genauere Informationen hierzu folgen.

 Zu guter Letzt: auch dieser Text hier ist ein Ergebnis unserer Klausur. Die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde soll verbessert, die Homepage aktueller werden, hier sollen Sie in Zukunft immer Hinweise zu aktuellen Geschehnissen und Veranstaltungen finden.

Wir hoffen, gemeinsam mit Ihnen die Gemeinde St. Aegidius lebendig zu erhalten und im Hirschauer Dorfleben noch fester zu verankern.